Die massiven Borkenkäferschäden in Mitteldeutschland und vor allem in Tschechien sind nun im zweiten Jahr ausgeblieben und dürften endgültig passé sein. Die Sägewerkskapazitäten sind weiterhin groß und der Holzbau hält sich entgegen dem Gesamttrend robust. Bei sehr überschaubaren Schadholzmengen in Mitteleuropa sind die Nadelrundholzpreise im Sommer nicht eingebrochen und legen derzeit spürbar zu. Die Abfuhr läuft sehr gut.
Hürden für deutlich höhere Holzpreise bleiben neben zähen Schnittholzabsätzen vor allem bei weiter zunehmenden Regulierungen (geplantes Lieferkettengesetz), steigende Kosten bei Straßenmaut und Versicherungen sowie die Blockabfertigung im Inntal.

 

Faserholz- und Industrieholzmärkte

Papier-, Zellstoff- und Plattenwerke verfügen über gut gefüllte Lager. Das dämpft kurzfristige Preisaufschläge, sorgt aber für stabile Niveaus. Der Abfluss erfolgt kontinuierlich.

 

Energieholz- und Hackschnitzelmärkte

Der Energieholzsektor bleibt entspannt sich leicht. Die sehr hohen Restbestände aus der letzten Heizperiode sind abgebaut und die kühle Witterung in diesem Herbst sorgt für ein anspringen der Nachfrage nach Energieholz. Die Preise ziehen etwas an. Wir rechnen mit einer weiteren Belebung im Januar.

 

 Aussichten

Das Marktumfeld bleibt volatil – eine enge Abstimmung mit den Holzvermittlern ist wichtig.

Kontaktieren Sie deshalb frühzeitig Ihren zuständigen Holzvermittler, besonders wenn Bau- oder Langholz ausgeformt werden soll. So stellen Sie sicher, dass die Abwicklung reibungslos läuft und Sie die bestmöglichen Preise erzielen.