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Schwammerl und Wildfleisch durch Tschernobyl-Katastrophe immer noch belastet.

In einem jährlichen Bericht informiert das Bundesamt für Strahlenschutz über die die radioaktive Belastung der verschiedenen Speisepilze. Denn die sind auch über drei Jahrzehnten nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 immer noch mit radioaktivem Cäsium-137 kontaminiert. Stärker betroffen, mit Werten teils über 1.000 Becquerel (Bq) Cs-137 pro Kilogramm, sind insbesondere Semmelstoppelpilze, der Gemeine Erdritterling, Schnecklinge, Maronenröhrlinge und Braune Scheidenstreiflinge. Der in Deutschland gültige Grenzwert von 600 Bq für das in Verkehr bringen von Lebensmitteln, wurde dabei zum Teil weit überschritten. Der komplette Bericht ist einsehbar unter http://www.bfs.de/pilzbericht.
Beim Wildbret ist insbesondere das Fleisch von Wildschweinen in stark kontaminierten Regionen Deutschlands belastet. Das liegt vor allem an Hirschtrüffeln, die radioaktives Cäsium aus dem Waldboden stärker als andere Pilze anreichern und von Wildschweinen besonders gerne verzehrt werden.
Der Grund warum Nahrungsmittel aus dem Wald höher belastet sein können als Lebensmittel aus der Landwirtschaft, liegt in der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit von Waldböden gegenüber Böden in der Landwirtschaft. Im Waldboden wandert das radioaktive Cäsium-137 viel langsamer in tiefere Schichten. Die Strahlenbelastung in Lebensmitteln wird aufgrund des natürlichen radioaktiven Zerfalls und der fortschreitenden Tiefenverlagerung weiter abnehmen.
Wenn Wildbret oder wildwachsende Speisepilze in üblichen Mengen verzehrt werden, ist die zusätzliche Strahlenbelastung vergleichsweise gering. Der Verzehr von 200 Gramm Pilzen mit 3.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm, hat eine Belastung von 0,008 Millisievert zur Folge. Dies entspricht der Strahlenbelastung bei einem Flug von Frankfurt nach Gran Canaria.

Quelle: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html

Bild Copyright: Shutterstock.com/Martin Prochazkacz

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